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Viele ArbeitnehmerInnen sind an Weiterbildung interessiert, doch die braucht Zeit und ist neben dem Beruf meist sehr anstrengend. ArbeitnehmerInnen, die mindestens ein Jahr beim selben Dienstgeber beschäftigt sind, können deshalb für Weiterbildungszwecke pausieren.
Mit dem Förderprogramm „Bildungskarenz plus“ stellen das AMS und das Land Steiermark ein wirksames Instrument als Alternative zum Personalabbau zur Verfügung. Die ArbeitnehmerInnen erhalten als Alternative zur Arbeitslosigkeit eine berufliche Weiterbildung. Mit „Bildungskarenz plus“ ist es möglich, bewährte MitarbeiterInnen auch bei sinkender Auslastung im Unternehmen zu halten und während einer drei- bis zwölfmonatigen Karenzzeit kostengünstig weiterzubilden:

Als zertifizierter Bildungsanbieter können wir ein individuelles, maßgeschneidertes und inhaltlich umfangreiches Bildungspaket für alle „Bildungskarenz-Plus“-TeilnehmerInnen anbieten, das alle Voraussetzungen für die Förderungen erfüllt. Die Weiterbildung kann auch im Unternehmen selbst stattfinden.

 

„Bildungskarenz Plus“ in der Steiermark:

  • Die „Bildungskarenz Plus“ kann zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen im Ausmaß von drei bis maximal 12 Monaten vereinbart werden: Entweder als durchgehendes Bildungskarenzjahr – oder in dreimonatigen Teilen, die innerhalb von vier Jahren verbraucht werden müssen.
  • Das Dienstverhältnis wird dabei nicht gelöst, für das Unternehmen fallen dennoch keine Lohnkosten, sondern nur Teile der Ausbildungskosten an. Das Dienstverhältnis muss nach der Karenz jedoch fortgeführt werden.
  • Das Land Steiermark refundiert dem Unternehmen 25 Prozent der Ausbildungskosten bis zu einer Höhe von 1250 Euro pro TeilnehmerIn (Dauer der Aktion bis 30. 6. 2010), wenn der/die MitarbeiterIn wieder im Unternehmen beschäftigt ist (der Antrag dazu ist vom Unternehmen unter Vorlage der Rechnung zu stellen).
  • Die MitarbeiterInnen erhalten vom AMS Weiterbildungsgeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes (mindestens jedoch 14,53 Euro am Tag) ab dem ersten Tag der Karenzzeit. Während dieser Zeit ist eine Erwerbstätigkeit möglich, solange die Geringfügigkeitsgrenze (monatlich € 357,74) nicht überschritten wird.
  • Während des Bezugs dieses Weiterbildungsgeldes bestehen Kranken- und Unfallversicherung weiter – die Zeit wird auch bei der Pensionsermittlung berücksichtigt.
  • Jeder Betrieb kann maximal 100 MitarbeiterInnen zur „Bildungskarenz Plus“ anmelden


Die Bildungskarenz muss zwischen Beschäftigtem und Dienstgeber unter Rücksichtnahme auf ArbeitnehmerInnen- und Betriebsinteressen vereinbart werden. Anspruch auf Bildungskarenz haben ArbeitnehmerInnen, die schon mindestens ein Jahr lang ununterbrochen bei einem Dienstgeber beschäftigt sind.

Karenzierte müssen die Anspruchsvoraussetzungen auf Arbeitslosengeld erfüllen.
Verpflichtend ist ein schriftlicher Nachweis über die Teilnahme an einer oder mehreren Bildungsmaßnahmen, die für den durchgehenden Fortbezug des Weiterbildungsgeldes nicht unterbrochen werden dürfen.

Die wöchentliche Weiterbildung muss mindestens 20 Stunden ausmachen.
Während der Bildungskarenz besteht ein Kranken- und Unfallversicherungsschutz. Die Karenzzeit wird als Ersatzzeit für die Pension angerechnet. In einem Zeitraum von 4 Jahren können insgesamt 12 Monate Bildungskarenz flexibel beansprucht werden (in einem Block oder aufgeteilt).

Für die Zeit der Bildungskarenz besteht kein Anspruch auf Urlaub und auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

Für Ansprüche, die sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses richten (z.B. Abfertigung), bleibt die Zeit der Bildungskarenz außer Betracht.
Durch die Inanspruchnahme einer Bildungskarenz werden die Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung nicht verbraucht.

Eine Kündigung, die wegen einer beabsichtigten oder tatsächlichen Inanspruchnahme einer Bildungskarenz ausgesprochen wird („Motivkündigung“), kann bei Gericht angefochten werden!

Beamte und Beamtinnen sind von der Möglichkeit der Bildungskarenz ausgenommen.
Der Antrag auf Bildungskarenz ist bei der jeweils zuständigen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (Wohnbezirk) zu stellen. Das Weiterbildungsgeld kann frühestens ab dem Tag der Antragstellung zuerkannt werden.